GBZ_Konferenz 2.1

Bildungsnetzwerke vor Ort | gemeinsam gestalten | Ergebnisse und Impressionen

30. Juni 2021


Den Ablauf, Kommentare und Impressionen vom Tag findet ihr auf unserem Konferenz-Mural-Board als Download-PDF. 

Viel Freude damit. 

Zusammenfassungen und Präsentationen, Videos, Hintergrundinformationen werden hier in den nächsten Tagen hochgeladen.

Wir freuen uns über Resonanz und jede Schule, die sich unserer Bewegung anschließen möchte.

Meldet Euch gern!

Achtsamkeit und Meditation im Bildungssystem – ein Paradigmenwechsel?

Über Jahrtausende hat sich die Praxis der Achtsamkeit und Meditation als sehr wertvoll erwiesen, um mehr über den eigenen Geist in Erfahrung zu bringen. Seit den 1970er-Jahren haben sich vor allem die Neurowissenschaften mit diesem Thema beschäftigt und herausgefunden, dass Achtsamkeit und Meditation nicht nur Geist und Körper entspannen, sondern Funktionen des Gehirns insgesamt verändern können. Das Interesse an Achtsamkeit und Meditation hat insbesondere in jüngerer Zeit auch gesellschaftlich zugenommen; Achtsamkeit und Meditation haben in Volkshochschulen, Yogazentren, Therapieeinrichtungen, Kliniken, Gefängnissen und Unternehmen Einzug gehalten. Zahlreiche Angebote finden sich inzwischen auch an Schulen und Hochschulen. Außerdem werden in Kindertagesstätten bereits einfache Achtsamkeitsübungen durchgeführt.

Was Achtsamkeit und Meditation genau beinhalten und ob diese das Potenzial für einen Paradigmenwechsel im Bildungssystem haben, soll im Vortrag von Andreas de Bruin anhand von theoretischen Bausteinen sowie kurzen Praxisübungen vermittelt werden. 

In welcher Welt wollen wir leben?

Ausgehend von ihrem neuen Buch „Echter Wohlstand“ skizziert Vivian Dittmar die Grundpfeiler eines Lebens, das in einer völlig neuen Weise reich ist: reich an Zeit, erfüllenden Beziehungen, Kreativität, Verbundenheit mit den Mysterien des Lebens und der unbändigen Schönheit der Natur. Sie zeigt, dass ein gutes Leben nicht im Widerspruch zu einem notwendigen ökosozialen Wandel der Gesellschaft steht, sondern im Gegenteil dadurch erst ermöglicht wird. Ein Weckruf für eine echte Wohlstandsgesellschaft und für das, was wirklich wichtig ist.
 Vivian Dittmar schlägt die Brücke zur vielfältigen Bildung mit unterschiedlichsten Akteuren , die in solch einer wünschenswerten Zukunft der Schlüssel sein kann.

Vivian Dittmar
https://viviandittmar.net/ 

Unsere Pilotschulen aus dem Landkreis berichten von einem Jahr Transformation

Margret Rasfeld |
Bildungsinnovatorin, Mitbegründerin von Schule im Aufbruch

Antje Zeisler | Schulleiterin
Grundschule Ismaning Camerloherstrasse

Hilde Höhn | Schulleiterin
Grundschule Taufkirchen | 

Susanne Sieben | Schulleiterin
Grundschule Neubiberg 

Impressionen vom pädagogischen Zukunftstag 
an der GS Camerloherstrasse in Ismaning

Lassen wir die Kinder sprechen: Wie kann Lernen auch gelingen?

Netzwerke gestalten - am Beispiel der Elternzusammenarbeit

Die Basis gelingender Bildungslandschaften sind gute Netzwerke in denen vielfältige Akteure gemeinsam Bildung gestalten.
Martin Ruckensteiner stellt innovative Tools zur Elternzusammenarbeit am Beispiel von Schulen vor, die auch für alle anderen Netzwerkpartner interessant sind.

 

Unser Traum 

Vielleicht träumst du auch von Schulen als Lernorten, wo alle Personen – Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte, SchulleiterInnen, Schulwarte, Eltern und Großeltern – über sich hinauswachsen. In jedem Menschen, egal ob jung oder alt, klein oder groß, stecken ungeahnte Möglichkeiten, die jeden Tag darauf warten, sich zu entfalten. 

 

Wie wir uns dem Traum nähern können 

Erst die Zusammenarbeit der an einer Schule tätigen Akteur:innen ermöglicht es, dass wir über uns hinauswachsen. Gelebte Schulpraxis und einschlägige Studien belegen: Klappt die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern nicht, ist eine positive Schulentwicklung unmöglich. Gehen Lehrer:innen und Eltern jedoch aufeinander zu, lernen sich kennen und schätzen und verfolgen ihren gemeinsamen „Traum“, dann lässt sich die positive Entwicklung einer Schule nicht mehr aufhalten. 

 

Eine Box voller Ideen 

In einem großen Projekt haben wir uns auf die Suche nach erprobten Beispielen begeben und uns eingängig mit der Literatur zu diesem Thema beschäftigt. Aus den bewährten Praxisbeispielen haben wir in Kooperation mit Expert:innen von pädagogischen Hochschulen und Landeselternverbänden eine „Box voller Ideen“ erstellt. 30 Schulen haben die Ideen der Box ein halbes Jahr lang getestet. Sie berichteten nach dem Test, dass die Realisierung der Ideen zu einer besseren Zusammenarbeit beiträgt und vor allem, dass sich der zusätzliche Aufwand für die Planung und Umsetzung der Ideen eindeutig lohnt. Wer etwas Energie und Zeit in „Eltern-Zusammen-Arbeit“ investiert, erhält stärkeres Wohlbefinden und viele positive Überraschungen zurück. 

 

 

Martin Ruckensteiner
www.schule-im-aufbruch.at 

Lokale Bildungsdialoge

Ismaning 

Neubiberg 

Taufkirchen 

Höhenkirchen 

Pullach 

Gräfelfing 

Haar 

Open Space Workshops

Auf die Plätze, fertig, los!
Wie startet man den Prozess zur Bildungslandschaft

Elisabeth Moroder-Özcan Kommunale Jugendpflegerin Landkreis München

Münchner Initiativen und Bildungsinnovationen | Lernhaus-Konzept

Prof. Dr. Uta Hauck-Thum, LMU stellt die Lernhausschule am Bauhausplatz und deren pädagogische Innovationen vor.

Seniors in School (SiS) mit dem Angebot von Mediation für Schulen, sowie das Münchner Initiativen-Netzwerk Eleven gGmbH wird von Matthias Kraemer vorgestellt.

Berufsfindung und Persönlichkeitsentwicklung für Schülerinnen und Schüler bietet Maximilian Hösl an.

Die „Initiative Bildungswandel“ von Franz Neumeyer vorgestellt, bietet Begleitung und Coaching für Lehrerinnen und Lehrer. 

In einer Austauschrunde können alle sich und ihre Angebote vorstellen, Bedarfe benennen und sich vernetzen.

Chance & Risiken des Kooperativen Ganztag in München


Claudia Mayer Projektleitung Hort und KoopGTB des KJR an der Gustl-Bayrhammer-Grundschule

Das Münchner Lernhauskonzept ermöglicht durch seine Strukturen die Umsetzung der aktuellen Bildungsanforderungen.

Eduard Arndt - Systemcoach, SchulRaumentwickler, Pädagoge und Leiter de Münchner Serviceagentur für Ganztagsbildung, Schulentwicklung und Inklusion

Zum Thema „Plattform Chance Ganztag“ wird die Plattform-Managerin, Frau Melanie Braun etwas sagen

Ein bunter Strauß Bildung
Vielfältige Bildungsorte - eine Chance für Inklusion?!


Ganztägige Bildungskonzepte müssen die Bedürfnisse ALLER Kinder berücksichtigen. 

Wie kann ein inklusives ganztägiges Bildungskonzept aussehen?

Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Chancen eine lokale Bildungslandschaft für Kinder mit besonderen Bedürfnissen bietet.

Blandine Ehrl, Referatsleiterin Querschnittsthemen, Kreisjugendring München-Land

Fokustalk

 

Den Tag haben wir mit einem spannenden Fokustalk abgerundet, bei dem die Frage der Umsetzung von vielfältigen Bildungslandschaften diskutiert wurde.
Eine zentrale Fragestellung ist die Umsetzungsmöglichkeit des Gedanken von Bildungslandschaft im Rahmen des Ganztagsfördergesetzes.   

Mit dabei waren:

Adina Rath, Münchner Haus der Schüler*innen, Stadtschüler*innen Vertretung

Mindy Konwitschny Bürgermeisterin Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Simone Schramm, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus 

Antje Zeisler, Schulleitung Grundschule Ismaning

Uwe Hacker, Leitung Jugendamt Landkreis München
Prof. Dr. Angelika Iser, Hochschule München

REFERENTEN IM ÜBERBLICK

Andreas de Bruin

 Andreas de Bruin wurde in Delft, Niederlande, geboren. Nach seinem Studium der Technischen Betriebswirtschaft in Rijswijk studierte er Psychologie in Leiden und Heidelberg sowie Ethnologie in München. Er promovierte 2003 in Ethnologie und wurde 2006 Professor an der Hochschule München. De Bruins Hauptfelder in Forschung und Lehre sind Achtsamkeit und Meditation und deren Auswirkungen auf physischer, emotionaler, kognitiver und sozialer Ebene. Er begann seine eigene Meditationspraxis 1991. De Bruin ist Gründer und Leiter des Münchner Modells „Achtsamkeit und Meditation im Hochschulkontext“ – eines der ersten Programme in Europa, das Lehrveranstaltungen in Achtsamkeit und Meditation anbietet. Er ist ein gefragter Redner zu diesem Thema; er wurde vielfach interviewt und sein Konzept in verschiedenen Medien und Publikationen vorgestellt. 

Weitere Informationen unter: www.hm.edu/meditationsmodell 

Vivian Dittmar

Als Autorin und Impulsgeberin für kulturellen Wandel engagiert Vivian Dittmar sich seit zwei Jahrzehnten für eine ganzheitliche Entwicklung von Mensch, Gesellschaft, Wirtschaft und Bewusstsein.

„Meine Kindheit und Jugend auf drei Kontinenten sensibilisierte mich schon früh für die globalen Herausforderungen unserer Zeit und diese sind bis heute mein Antrieb, ganzheitliche Lösungen zu finden und umzusetzen. Besonders beeindruckte mich bereits als Kind die große Kluft zwischen dem offensichtlichen materiellen Reichtum in Europa und später den U.S.A., der jedoch einen starken Kontrast zu dem inneren Zustand der Menschen darstellte. Umgekehrt erlebte ich in Asien Menschen, die materiell wenig hatten und auf eine andere, schwer greifbare Art reich waren. Das Rätsel dieses Erlebens beschäftigte mich viele Jahre. Die Erkenntnisse, die ich daraus zog, prägen meine Arbeit bis heute.”
https://viviandittmar.net/

Martin Ruckensteiner

Martin Ruckensteiner ist Mit-Gründer von „Schule im Aufbruch“ Österreich, einer Initiative, die Schulen inspiriert, ermutigt und vernetzt, noch stärker auf die Entfaltung der Begabungen von Kindern und Jugendlichen zu achten. Als langjährige Führungskraft in der Wirtschaft hat er mehrere Unternehmen gegründet, aufgebaut und geleitet sowie Vorstände und Geschäftsführer weltweit in Strategie- und Innovationsthemen beraten. Seit einigen Jahren interessiert ihn nicht mehr so sehr, wie Umsatz- oder Gewinn gesteigert werden, sondern wie es gelingt, mit unternehmerischen Ansätzen gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Martin Ruckensteiner ist Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien.

www.schule-im-aufbruch.at

DANKE


Herzlichen Dank an alle, die diesen wunderbaren Tag möglich gemacht haben. Danke Orga Team. Danke liebe Moderatoren, liebe Referenten, und danke vor allem Danke an alle, die sich heute einen Tag bewusst die Zeit genommen haben, um Bildung neu zu denken.

Bis nächstes Jahr! 

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